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Schönberg  - kath. Kirche -  Maria Himmelfahrt
 
Zur Neugestaltung 2010
Erwin Wiegerling
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Die Neugestaltung der Schönberger Kirche durch e.lin im Jahr 2010 gibt dem Raum einen hellen Gesamteindruck. Die Madonna aus der Neugestaltung von 1957 wurde erhalten und integriert.

Schönberg  - kath. Kirche -  Maria Himmelfahrt
Zur Neugestaltung 2010

 

 

Immer mehr Menschen besuchen die neu gestaltete Marienkirche in Schönberg

Für die Kuratiekirche Maria Himmelfahrt in Schönberg (PV Rottenbuch - Böbing) schuf der Künstler e.lin (Erwin F.Wiegerling) einen hellen, modernen Kirchenraum.
Nach seinem Motto: Altes bewahren - Neues gestalten integrierte er die Figuren Oberammergauer Bildhauer, die den Raum zuletzt 1957 einer Neugestaltung unterzogen, und interpretierte sie neu.

Materialien aus der Natur wie: Naturputz, Stuckmasse, Holzkohle-Pigment, versilberte und vergoldete Oberflächen, helle Bronzetöne - lassen das Innere harmonisch wirken.

In einer hell getönten Raumschale mit holzkohlegrau gefassten Hohlkehlen steht die neue Mitte, der Altar „Versus populum“. Bestehend aus mehreren, nicht regelmäßigen Einzelelementen, zeichnet sich der quadratische Altarblock durch eine weiße Stuck-Gussmasse mit in sich strukturierter Oberfläche und einer Fugen-Gliederung aus. Altarplatte und Sockelzone sind kontrastierend schwarz durchfärbt. 
Die Reliquien der heiligen Prosperus und Illuminatus nehmen hier wieder ihren Platz ein.

Für den Altar selbst schuf der Künstler ein neues Umfeld: einen “Weg”aus hellem Kalk-Estrich, eingelegt in den historischen Sollnhofer Plattenboden. Er leitet über in eine strukturierte, schmale, in die Höhe weisende, weiß gefasste Holzwand mit einer vertikalen, gelben Lichtführung. Sie bildet nun die Altar-Rückwand und symbolisiert die Verbindung zwischen Himmel und Erde.   

Ambo und Antritt sind ebenfalls neu, die artgleiche Verwendung der Grundmaterialien (hell und dunkel gefärbte Stuckmasse) setzt sich hier fort.

Der bestehende Tabernakel an der südlichen Chorbogenwand wurde übernommen, etwas erhaben gesetzt und nach vorne verstärkt. Den Hintergrund bildet eine, in Naturputz gestaltete „Fahne“. Die angrenzenden Reliefdarstellungen und das Tabernakeltürchen sind neu versilbert und vergoldet. Zur Ablage von Kelch und Ziborien sowie Auflage für das Evangeliar dient nun die vorgelagerte Säule mit Antritt.

Im Bereich des Tabernakels hängt jetzt das neu konzipierte Ewige Licht als feingliedrige Metallarbeit mit versilberter Oberfläche. 

 Parallel dazu wurde an der nördlichen Chorbogenwand eine Stele mit ebensolcher Wand-Putz-Intarsie eingelegt. 

Auf der Stele aus weissem Stuckmaterial können die Marienstatue und der hl. Sebastian wechselnd aufgestellt werden.

Passend dazu sind die, in Bronze gehaltenen Kreuzwegreliefs (früher im Vorzeichen) nun in Naturputzfelder eingerahmt, mit Stationsnummern und einer durchgehenden Linienführung als Kreuz“Weg“ gestaltet.

Die Apostelleuchter erhielten eine neue Rahmung, ebenfalls aus Naturputz  - dazu sind zeitgemäße neue Leuchter mit versilberter Oberfläche angefertigt.

Die Oberflächen des historischen Laiengestühls das seinerzeit zusammen mit der Orgelempore abgebeizt wurde –sind nun, nach vorheriger Bemusterung, mit einem edlen Überzug (pigmentierter Naturharz-Überzug) versehen. Ebenso alle übrigen holzsichtigen Teile wie Empore, Orgel, Portale, Sakristeitüre und Nebentüren.
Für den Kruzifixus an der Südwand des Langhauses entwarf E.LIN ein Baumkreuz - und krönte es mit einem Schmetterling, Symbol der Verwandlung.
Der hl. Franz-Xaver erhielt nun seinen Platz in einer Nische darunter.  

Die zierlichen barocken Skulpturen wurden in Ihrer Sichtfassung restauriert. Die Ausstattungsteile Oberammergauer Schnitzer (siehe “Festschrift zur Altarweihe S.24) wurden übernommen und in das Gesamtkonzept integriert.
Die sehr dominanten Oberflächen dieser Figuren sind nach einer Reinigung mit einem transparenten, hell getönten, reversiblen Überzug behandelt worden.

Somit ist der Gesamteindruck des Kirchenraums ein Heller und Festlicher.

Der Taufstein ist nun, als Beginn der eucharistischen Feier zusammen mit dem Weihwasserschale in der Blickachse zum Altarraum situiert. Der vorhandene Taufstein wurde übernommen und erhielt  - korrespondierend zu Altar und Ambo eine neue Sockel- und Deckplatte in Schwarz sowie eine neue versilberte und vergoldete Taufschale mit einem Fischmotiv nach Entwurf des Künstlers e.lin

Auch die neuen Sakristeiglocken sind  als Unikate gefertigt und mit einer versilberten Oberfläche versehen.

Idee und Konzeption des Künstlers e.lin (Erwin Wiegerling) geschah in Abstimmung mit dem Bau- und Kunstreferat des erzbischöflichen Ordinariats München und der Kirchenverwaltung in Schönberg.

Alle Ausstattungsteile sind Unikate und von e.lin speziell  für die Marienkirche in Schönberg entworfen und gefertigt.

Ausführung: Restaurierungswerkstätten Erwin Wiegerling und Forum LIN – Atelier für moderne Kunst; Gaißach.

Erst durch die Bereitschaft von politischer Gemeinde, Erzbischöflichem Ordinariat München und vielen Spendern war es möglich die Umsetzung anzugehen und zu realisieren. 
Wir danken der neuen Kirchenverwaltung,  allen voran Herrn Pfarrer Gerhard Gumpinger und Herrn Pastoralreferent Georg Jocher, der Kirchenverwaltung, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Frau Angela Bock, dem Kirchenpfleger Markus Angerer, dem Bürgermeister Andreas Keller mit seiner politischen Gemeinde, und das Erzbischöfliche Bau- und Kunstreferat mit Herrn Dipl.Ing. Peter Franz und Herrn Dr. Alexander Heisig, unter der Federführung von Herrn Ordinariatsrat Dr. Norbert Jocher für die konstruktive Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.
 
Langhaus, Südwand; Die vorhandenen Figuren Oberammergauer Bildhauer wurden integriert, der vorhandene Bronze-Kreuzweg ist in neue Putzfelder und Apostelleuchter eingebunden. Diese geben dem Raum Rhythmik.

 

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