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14. KUNSTWOCHE LENGGRIES 2016
 

16.09. - 03.10.2016

in der ehemaligen Schlossbrauere
i/jetziges Pfarrheim
Geiersteinstraße 7
83661 Lenggries

Erwin Wiegerling
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14. KUNSTWOCHE LENGGRIES 2016

SpielRäume ist der Titel der diesjährigen KUNSTWOCHE der Künstlervereinigung Lenggries e.V. in der ehemaligen Schlossbrauerei  und jetzigem Pfarrheim in Lenggries. Zum 14. Mal werden im September Künstler aus dem In- und Ausland ihre Werke der Malerei und 
Zeichnung, Skulptur und Plastik, Installation und Objektkunst sowie Fotografie und Collagen zeigen.


Zeitraum: 16.09. - 03.10.2016
Ort:
in der ehemaligen Schlossbrauerei/jetziges Pfarrheim, Geiersteinstraße 7, 83661 Lenggries
Öffnungszeiten:
Mo - Fr  14 - 19 Uhr, Sa/So/Feiertag 10 - 19 Uhr
Vernissage: 
16.09.2016 um 19 Uhr

 

 

e.lin bei der Kunstwoche Lenggries 2016

Enorme gesellschaftliche Veränderungen in der Politik, an den Finanzmärkten, in Kunst und  Kultur sowie auch in der Religion machen uns unsicher, wir erleben unser Umfeld als  schwankend, in Schieflage geraten: So sind auch die Türme dieses grossen Objekts von e.lin "AUS DEM LOT": Sie sind nicht parallel angeordnet, wirken schwankend und im Ungleichgewicht, so wie viele von uns die Welt gerade empfinden - 

Im hinteren Bereich des Pfarrhauses, auf der Terrasse, die sowohl ins Dorf hinunter als auch einen wunderbaren Blick auf das Brauneck gewährt, kann man auch auf die Flüchtlings-Container blicken, die in der Nachbarschaft stehen. Hierhin richtet sich eine Seite des Ausblicks vom "DENKHAUS" . Es ist ein begehbares Objekt, das im Jahr 2006 am Chiemsee in Form eines Jägerstands aufgebaut war. 
Der Holzbau ist aussen mit Streubüscheln geschützt und innen mit kostbarem China-Rotlack ausstaffiert. Es gibt nur 2 Sehschlitze im Innern, durch die man die Aussenwelt in einem Ausschnitt wahrnimmt. - Geborgen und beschützt ist man hier, mit einer Sitz- und Schreibgelegenheit, und der Möglichkeit seine Aufzeichnungen, gleich welcher Art, in eine Briefsäule zu werfen, ohne dass sie der Allgemeinheit zugänglich sind.
 

Zum Ausstellungsthema SPIEL-RÄUME gibt es einen heiteren Beitrag, nicht zuletzt auch für die Kinder:
Vor dem Eingang zum Pfarrhaus steht in einem Schrein die „INTERKULTURELLE KUH“  Ein altes Kinderspielzeug, eine von vielen Kinderhänden `bespielte´ Kuh, die „MUH“ machen kann. Sie ist mit einer japanischen Miniaturpagode bekrönt, und  wird im Minutentakt in den  Primärfarben ROT, GRÜN und BLAU beleuchtet. Ein Beitrag zur bayrisch-asiatischen Freundschaft?

 

Zum Thema FLUCHT und GEFAHR steht das Diptychon "AUFGEWÜHLT".
e.lin peitschte hier regelrecht die schwarze Farbe mit Pinseln aus Palmwedeln auf die Leinwand.  Zu spüren ist dies in der Dynamik des Bildes. In der Mitte  des Bildes ein ruhiger Pol.
(Gleich über dem Eingang des Pfarrhauses)
 
In dem Environment
"SALVE A TUTTI - Seid Alle gegrüßt" 
bildet eine Fotowand den Rahmen. Kahle Bäume, Steinhäufen sind zu sehen, unterbrochen von farbigen Bildstreifen. In der Mitte der Bildwand hängt eine querformatige Lichtinstallation als `Eingericht´.
 

Im Innern des Bildkastens die Leuchtschrift: "Salve a tutti - Seid alle gegrüßt". Den Hintergrund bildet Moor-Erde und blaues Farbpigment, aufgestreut in der e.lin-typischen Art, dem  `Stracciato`.
Am Boden des fotorealistischen Raums  steht ein afrikanischer Einbaum. Hier ist das Thema FLUCHT offensichtlich, und wurde bereits 2006 von ihm thematisiert.
ERDE, BÄUME und STEINE wiederum sind die typischen Materialien aus der Natur, mit denen der Künstler arbeitet.

Bereits 2003 entstand die “ARCHE NOAH” und wurde in der ehem. Karmeliterkirche als Zeichen von Schutz und Rettung ausgestellt. Eine Steigerung war die Möglichkeit, 2006-2007 die ARCHE im See  von Kloster Seeon über vier Jahreszeiten schwimmen lassen zu können.

 
 
  flucht und gefahr

Politisch gehört Lampedusa zu Italien - geografisch aber zu Afrika. Die Insel liegt nur 138 Kilometer vor der tunesischen Küste und ist damit Anlaufziel für viele Afrikaner auf ihrer Flucht nach Europa.
Kaum ein Flecken Europa liegt so nah an Afrika wie Lampedusa. Die kleine Mittelmeerinsel ist darum ein Einfallstor für viele afrikanische Flüchtlinge - und wird immer wieder zum Schauplatz fürchterlicher Flüchtlingsdramen.(www.tagesschau.de  3.10.2013)

Die  Arbeit “Lampedusa” fertigte e.lin aktuell zu den schrecklichen Ereignissen. Er verwendet Samenkörner der italienischen Magnolie, von denen jede Einzelne ein Samenfädchen besitzt, mit dem es an der Frucht hängt. Die Symbolik, die dahintersteckt ist nicht zufällig .Die Fruchtzapfen sind außerdem von der immergrünen Magnolie (grandiflora) aus einer historischen Magnolienallee in Arco/Italien. (132 von 245 Arten der Magnoliengewächse sind übrigens vom Aussterben bedroht.)

Angefangen mit der “ARCHE NOAH”, die er 2003 in der ehem. Karmeliterkirche  in München ausstellte, über die Ausstellung in Kloster Seeon “Erdobjekte und andere Wesen” in der das Thema ERDE und Schöpfung eine ganz wesentliche Rolle spielt, ist ihm das SCHÜTZEN und BEWAHREN ein Anliegen.

e.lin führt uns die Schöpfung als schützenswertes Kunstwerk vor,  nicht ohne durch leise Untertöne zum Nachdenken anzuregen, auf das Ungleichgewicht zwischen Mensch und Natur - In der Sprache unserer Zeit, dem III. Millennium.

Es sind Werke von meditativer Ruhe und spiritueller Ausdruckskraft. 

 
"LAMPEDUSA" -
Arbeit in 2015
mit Samenkernen
der italienischen Magnolie
(randiflora)
Im unteren Bereich:
Ankunft aus Nordafrika
Mitte:
Grundriss Italiens
oben :
die Grenze zu Europa
 
aus der Serie "FUKUSHIMA"
April 2011
(die beiden Arbeiten
sind nicht in
Lenggries zu sehen)
www.kv-lenggries.de

Süddeutsche Zeitung
online Beitrag von 2. September 2016, 23:15 Uhr


Lenggries

Wortspielraum

www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/lenggries-wortspielraum-1.3146950

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Eine Schau für Sehsüchtige
Die Künstlervereinigung Lenggries eröffnet an diesem Freitag ihre Kunstwochen mit dem Titel "Spielräume".
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Artikel-Eine Schau für Sehsüchtige
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