Projekt...
 
Die Erdobjekte
von e.lin
in Kloster Seeon
 
Aus der Ausstellung-
2005-2006
Erwin Wiegerling
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DIE ERDOBJEKTE von e.lin in Kloster Seeon
Aus der Ausstellung - POSITIVE ZEICHEN N°3 - 2005-2006"

 

 

Die drei, bei Nacht beleuchteten Erdobjekte entstanden eigens für das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon . Sie bilden eine zeitgenössische Aussage für das, ganz in die Natur eingebundene ehemalige Kloster (auf einer Insel, in einem See gelegen).

Den 3 Grossobjekten liegt das Thema  Erde zugrunde. Sie sind je aus Moor-Erde, Lehm-Erde und Sahara-Sand.
Sie strahlen außerdem nachts in den Primärfarben ROTBLAU und GELB.

Im Ausstellungskatalog beurteilt Dr. Gernot Böhme sie als “Kunst als Archäologie der Natur - Kunst als Erinnerung der Natur” .

Das Erdobjekt “Salve a Tutti - Seid alle gegrüsst” besteht aus Lehmerde mit Schilf-Gräsern vom Seeoner See.

 

Das Moor-Erde-Objekt “Terra Benedicta”  hängt mit der Heimat des Künstlers, Benediktbeuern, zusammen.

Hier lebt er, hier sammelt er täglich Eindrücke aus der Natur, von hier nahm er die Erde für das Objekt. “Terra benedicta = gesegnete Erde", so nannten die benediktinischen Mönche diese Gegend, als sie das Kloster Benediktbeuern aufbauten;  Sie machten sich die Moorlandschaft urbar und bauten eines der geschichtsträchtigsten Klöster, welches bis in unsere Zeit hinein wirkt. Heute in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur.
Nicht nur der Bezug zu Benediktbeuern, auch die Faszination der Moorlandschaft hat E.LIN bereits zu vielen seiner Werke inspiriert.

 

ERDOBJEKT AUS SAHARA-SAND “LEBEN UND VERGÄNGLICHKEIT”

Das Erdobjekt aus Saharasand, mit Pflanzenteilen von Palmblättern, ist auch eingebettet in Sand. Darauf verteilte Kakteenblätter begannen im Laufe des Sommers zu blühen.
Das Erdobjekt leuchtet in der Farbe Rot, eine der drei Hauptfarben, in denen die Erdobjekte nachts getaucht sind. Sie zeigen eine weitere Dimension und Sichtweise der Objekte.

In verschlüsselten Zeichen steht der Titel des Werks auf den Glasprismen.

 

Zum Thema ERDE

Der Teil der Erde, den wir bewohnen ist ein winziger Bruchteil unseres Planeten, nämlich nur die Kruste.
Dieser ERDBODEN, um den es hier geht, entsteht zum Einen durch Verwitterung von Gestein, zum Andern durch Zersetzen von organischen Rückständen. . In einem Jahr kann sich nur etwa 0,1 mm neuer Boden bilden.
Wenn man bedenkt, dass die ältesten Felsen 4 Milliarden Jahre alt sind, oder dass in einem Quadratmeter Boden ungefähr 100 Millionen Bakterien und 1 Milliarde Pilze leben, dann wird verständlich, warum Erde es wert ist, gerahmt zu werden, auf einen Sockel gestellt, oder, wie e.lin es tut, in künstlerischer Form aufgearbeitet zu werden.

In der Bodenschicht überschneiden sich vier Bereiche der Natur: die Lithosphäre (mit den physikalisch und chemisch verwitterten Gesteinen), die Hydrosphäre (Wasser), die Athmosphäre (Luft) und die Biosphäre (lebende Pflanzen und Tiere sowie abgestorbenes organisches Material).  

 

MOOR

Bereits vor 14.000 Jahren kam der Moorentstehungsprozess in Gang. Die Alpenvorlandmoore sind dabei durch Versumpfung auf den undurchlässigen Tonböden der bereits abgeflossenen Schmelzwasserseen entstanden.
Das Moos saugt sich voll Wasser wie ein Schwamm. Durch die anaeroben Verhältnisse (Sauerstoffmangel und hoher Säuregrad (ph4), können die abgestorbenen Pflanzen nicht vollständig verrotten. Sie sammeln sich im Laufe der Zeit an, vertorfen, und das Moor wächst höher und höher (deshalb Hochmoore). Durch das saure Milieu werden auch ganze Baumstämme (Moor-Eichen) Menschen und Tiere konserviert.

 

Aus den Zuschriften zur Ausstellung:

Eine der beeindruckendsten Ausstellungen, die ich hier in Seeon je gesehen habe! Ganz großes Kompliment an e.lin und das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon. B. 04.06.05

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